Das bedrohte Ich
In der ersten Phase der Demenz wird sich die Person der zunehmenden Gedächtnis- und Orientierungsprobleme bewusst. Dies führt zu Gefühlen von Bedrohung, Angst und Trauer. Körpersprache kann Spannung und Unsicherheit verraten. Verhalten wie Verleugnung, Rückzug und Ausreden sind typische Reaktionen.
Ansatz:
- Fördern Sie angenehme Erinnerungen: Sprechen Sie über Dinge, auf die die Person stolz ist, auch wenn die Geschichte oft wiederholt wird.
- Fördern Sie Aktivitäten: Beziehen Sie die Person in sinnvolle Aufgaben ein, die sie noch einigermaßen ausführen kann, auch wenn es länger dauert.
- Vermeiden Sie Misserfolgssituationen: Vermeiden Sie Fragen oder Bemerkungen, die die Person mit ihren Einschränkungen konfrontieren, wie „Wie alt sind Sie?“.
- Realitätsorientierung: Halten Sie die Person in „unserer Wirklichkeit“, indem Sie Informationen geben, anstatt Fragen zu stellen, und korrigieren Sie taktvoll, wenn nötig.
Das verlorene Ich
In dieser Phase verschwindet die Fähigkeit, neue Informationen zu speichern, und die Person ist vollständig auf alte Erinnerungen angewiesen. Es entsteht Desorientierung in Zeit und Raum, was oft zu Angst und Verwirrung führt. Die Person hat Schwierigkeiten, Menschen und Orte zu erkennen. Die Begleitung konzentriert sich darauf, Halt zu geben, indem feste Routinen und erkennbare Umgebungen geschaffen werden. Ruhe und Klarheit sind entscheidend, um die Person zu unterstützen.
Ansatz:
- Aktivitäten anbieten: Bieten Sie Aktivitäten an, die an frühere Interessen anknüpfen, um positive Erinnerungen zu fördern.
- Begrenzen: Zeigen Sie Verständnis für Angst oder Wut, setzen Sie aber Grenzen, ohne die Person zu bestrafen.
- Schutz vor Emotionen: Helfen Sie der Person, Emotionen abzubauen, ohne Schaden anzurichten, und bieten Sie Beruhigung.
Das verborgene Ich
Die Person mit Demenz zieht sich immer mehr in sich zurück und reagiert hauptsächlich auf Reize aus der direkten Umgebung. Die Kommunikation beschränkt sich auf grundlegende emotionale Reaktionen. Es ist wichtig, eine sichere und komfortable Umgebung zu bieten und Kontakt über einfache und ruhige Aktivitäten herzustellen, die an die sinnlichen Wahrnehmungen anknüpfen, wie Musik oder Berührung.
Ansatz:
- Validierende Herangehensweise: Stellen Sie Kontakt her, indem Sie Emotionen benennen, die Worte wiederholen, die die Person verwendet, und sich an ihren Bewegungen und Geräuschen beteiligen.
- Berühren und Halten: Körperlicher Kontakt kann beruhigend wirken.
- Snoezelen: Verwenden Sie beruhigende Reize wie sanfte Musik und fürsorgliche Berührungen.
- Summen und Musik: Stimmungsgerechte Musik kann beruhigen und den Kontakt fördern.
Das Versunkene Ich
In dieser letzten Phase gibt es kaum noch bewusste Kommunikation. Die Person lebt vollständig in ihrer eigenen Welt und reagiert vor allem instinkt- und reflexbasiert. Die Pflege in dieser Phase konzentriert sich darauf, physischen Komfort zu gewährleisten und Schmerzen sowie Unbehagen zu minimieren. Sanfte Berührungen, ruhige Musik und eine ruhige Umgebung können zum Wohlbefinden beitragen.
Ansatz:
- Snoezelen: Bieten Sie beruhigende Reize wie sanfte Musik, fürsorgliche Berührungen und bequeme Haltungen.
- Körperpflege: Sorgen Sie für angenehmes Essen und Trinken, Wärme und körperlichen Kontakt.
- Schutz bieten: Schaffen Sie eine sichere und komfortable Umgebung, die Reize minimiert.
- Sinnliche Erfahrungen: Sorgen Sie für angenehme Wahrnehmungen und vermeiden Sie unangenehme Reize.
Die Website "Werken in de Ouderengeneeskunde" bietet viele und detaillierte Informationen über jede Phase und die Herangehensweisen dabei.